Dienstag, 29. Januar 2013

Bagan: From Dawn till Dusk


… das ist hier Programm. Wir leben mit und für den Sonnenauf- und den Sonnenuntergang. Diese tausende Tempel strahlen in den verschiedenen Lichtnuancen so unbeschreiblich schön, dass diese Stadt in unserem „Das ist bestimmt das Schönste, was wir je erblickt haben“-Ranking, nach ganz weit oben katapultiert wird.
Später als 5:30 Uhr aufstehen ist hier nicht, sonst wird das Beste verpasst. Als wäre diese Tempel bei Tageslicht noch nicht erhaben genug, entwickeln sie in der Morgendämmerung eine ganz besondere Magie. Da würde es kaum verwundern, wenn da Feen und Elfen umher tanzen würden oder das ein oder andere Einhorn um die Ecke galoppiert käme.



Zum Glück sind nicht Alle Menschen so prima Frühaufsteher wie wir. Während sich zum Sonnenuntergang dann auf der einen von den wenigen zum Aufstieg freigegebenen Pagoden so viele Menschen tummeln, dass es schon schwierig wird, ein Foto ohne fremde Köpfe, Arme oder Kameras zu bekommen, scheinen sich beim Sonnenaufgang die meisten Touristen lieber nochmal im Bett rumzudrehen. Gut für uns.




Irgendwie muss man sich hier auch fort bewegen, da die Tempel auf 40 qkm verteilt sind, weshalb wir meist mit Fahrrädern aus dem Hotel unterwegs waren. Die haben ihre besten Tage allerdings schon lange hinter sich, was es nicht gerade einfach macht, auf den häufig sehr sandigen Wegen voranzukommen. So erfluchte ich mir meist morgens im Dunkeln den Weg Richtung Pagode. Dazu muss man sagen, dass die hier im Verkehr nicht unbedingt rücksichtsvoll sind und im Zweifelsfall nach ihrem Alibihuper einfach draufhalten. Meine am Hinterkopf angebrachte Stirnlampe blinkte im Sinne einer ordentlichen Verkehrserziehung schön vor sich hin, schien aber bei den Verkehrsteilnehmern wenig Eindruck zu hinterlassen. Der Moment des Sonnenaufgangs macht aber alles vergessen und wenn man gerade noch etwas müde war, ist man sich plötzlich so sicher wie noch nie zuvor, dass da kein einziger ausgelassen wird und man am nächsten Morgen wieder um 5.30 Uhr den Wecker hören wird.





Pünktlich zu den ersten Sonnenstrahlen tauchen dann plötzlich diese 7 Heißluftballons am Horizont auf, die dich nochmal rechtzeitig daran erinnern, dass das alles wirklich echt ist und nicht irgendeiner Fantasyproduktion entsprungen ist. Leider ist die Ballonfahrt mit 300 Dollar pro Person doch etwas zu teuer für uns gewesen, weshalb wir „nur“ die Aussicht von verschiedenen Tempeln und Pagoden aus genießen konnten.








Die einzelnen Tempel sind zwar nicht so schön verziert wie in Angkor Wat, aber zusammengenommen auf diesem riesigen Gebiet ist der Anblick spektakulär. Dennoch gibt es in einigen Tempeln die ältesten Wandmalereien Südostasiens zu bestaunen und fast alle sind mit teilweise 10 m hohen Buddhas bestückt.





An einem Tag, der Popo will zwischendurch auch mal geschont werden, gönnten wir uns eine Kutschfahrt von Tempel zu Tempel. Das ist hier ein übliches Fortbewegungsmittel und versetzte uns von hier auf gleich in eine andere Epoche. So bestaunten wir also eine unglaublich große Zahl an Tempeln, Pagoden und Stupas.



Angkor Wat in Kambodscha und Petra in Jordanien haben uns ja schon mächtig umgehauen, aber diese unglaubliche Atmosphäre in Bagan brennt sich quasi direkt auf die Netzhaut und man kann nicht begreifen, dass es alles wirklich so aussieht, wie auf den wunderbaren Postkartenbildern.




Galerie:








 

Kommentare:

  1. unglaubliche bilder. hammer! und wunderschön.
    dagny

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  2. Hey ihr Zwei, sind gestern abend durch Zufall auf eine Repotage über Bagan gestoßen und mussten an euch denken, Neid kommt auf ;) Wir hoffen euch geht es gut, liebste Grüße aus der weitaus weniger imposanten Heimat ;) Kate K.

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  3. Wir sind begeistert von eurem Blog und den Bildern der Reise , viele liebe Grüße Kathi & Andreas

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  4. Sehr schöne Aussichten, sehr schönes Reiseziel.

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